07. Juni Konzert

07. Jun 18:00

Moodymann plays Prince

Eine der eigenständigsten und unbequemsten Stimmen der elektronischen Tanzmusik: Moodymann (Kenny Dixon Jr.) hat es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht, Techno und House mit einer unverkennbar schwarzen Handschrift zu prägen.

Seine musikalischen Wurzeln liegen in den Plattenläden Detroits der Mid-Nineties, unter anderem in einem Laden des Produzenten Blake Baxter. Zur selben Zeit war Kenny als Resident-DJ des Detroiter Outcast Motorcycle Club unter dem Namen „House“ bekannt. Nach seinen ersten Veröffentlichungen auf Planet E Records wuchs seine Popularität rasant – zunächst in Frankreich, dann weltweit.

Moodymanns Sound ist eine eigenwillige Hybridform aus Techno und House, geformt durch den innovativen Umgang mit Samples, Riffs und Grooves. Interviews verweigert er beharrlich, und stets erinnert er sein Publikum an die Ursprünge des Genres – doch an der Soulfulness seines Schaffens besteht kein Zweifel. Mit klassischen Soul- und Jazz-Samples, tief liegenden Basslines und einem Drum-Programming, das sich bewusst gegen den Trend zu immer höherem Tempo stellt, hat er sich mit Klassikern wie „Sunday Morning“, „Shades of Jae“ und seinem Remix von Innerzone Orchestras „People Make the World Go Round“ einen festen Platz in der Musikgeschichte erarbeitet. Nach Jahren reiner 12″-Veröffentlichungen bündelte er sein bestes Material auf „Silentintroduction“ – eines der gefeiertsten Alben der späten Neunziger.